Große Themen - greifbar vermittelt.

Weiterbildung, Moderation, Beratung

Mein Schwerpunkt ist der Islam - von Basiswissen zur Religion selbst, über Salafismus bis hin zu antimuslimischem Rassismus - und wie darüber in Deutschland gesprochen wird.


Damit verknüpft sind die Themen Integration und Migration. In meinen Formaten geht es häufig um Stereotype, um Medienbilder oder um interkulturelle Fragestellungen.

 

Wichtig ist mir dabei, kein Wissen vorauszusetzen, sondern Gedanken und Fragen zuzulassen und zu fördern, sich der Sache gemeinsam, möglichst interaktiv anzunehmen und in einer konstruktiven Atmosphäre zu diskutieren. 

 

Die Gedanken der Postkolonialen Studien halte ich hierbei für ebenso gewinnbringend, wie systemische Ansätze.

Foto: Dominik Pfalzgraf




Ich bin 1987 in Oldenburg, Niedersachsen geboren und nach meinem Abitur zum Studium der Islamwissenschaft und Geschichte nach Hamburg gezogen. Als Student bin ich viel gereist und habe in Ägypten und Tunesien jeweils ein Auslandssemester verbracht. 2011, angeregt durch den Arabischen Frühling gründete ich mit einigen Kommiliton*innen die Initiative LIQA - inzwischen dis:orient e.V. (www.disorient.de). 

Islamwissenschaft zu studieren (bzw. Arabistik/Nahost-Studien), ist mit einigen Stolperfallen versehen. Die Ursprünge des Faches gehen einerseits auf ein theologisches und sprachwissenschaftliches Interesse zurück, andererseits trägt es aber auch ein koloniales Erbe: Sich aus einer nicht-arabischen, nicht-muslimischen Perspektive mit Westasien und Nordafrika und dem Islam zu beschäftigen - dabei muss also einiges mitgedacht werden.

 

Vor allem ist es wichtig zu fragen: Mit welchem Blick schaue ich auf das, womit ich mich da beschäftige? Welche Vorannahmen bringe ich mit, und auch: In welchem Kontext, in welcher Gesellschaft bewege ich mich? Kulturrassistische Fragen spielen hier genau so eine Rolle, wie kapitalistische Strukturen und globale Machtverhältnisse. Ein vollständiges Bild lässt sich folgerichtig nur zusammenstellen, wenn Fragen zur Wahrnehmung, zur Identität der Wahrnehmenden und zur ihrer Intention - bewusst oder unbewusst - mit berücksichtigt werden. Einen gänzlich objektiven Standpunkt einnehmen zu können, wie Wissenschaft es in der Regel versucht zu tun, halte ich für letztlich nicht erreichbar. Daher spielt für mich das Bewusstmachen der eigenen Wissensbiographie eine wichtige Rolle.

All diese Aspekte versuche ich in meiner Arbeit als Referent zu berücksichtigen. Dabei ist es mir ein besonderes Anliegen, kein Wissen vorauszusetzen, alle Fragen und Gedanken zuzulassen und mich gemeinsam mit den Teilnehmenden diesen zum Teil hochkomplexen Thematiken anzunähern.

 

Ich freue mich darauf, diese Herausforderung gemeinsam mit Ihnen in Angriff zu nehmen!